Mehr Forschung zur Integration von Geflüchteten in ländlichen Räumen

 

Da die Zahl der Geflüchteten in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist (2014, 2015 und 2016), sehen sich auch immer mehr ländliche Regionen mit Flüchtlingshilfe und Integrationsaufgaben konfrontiert. Herausforderungen, die bis dahin eher Großstädte und Ballungsräume betrafen. Die wissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren sich deshalb bislang auf urbane Räume. Empirisch belastbare Daten zur Integration von geflüchteten Menschen in ländlichen Räumen fehlen dagegen.

 

Abhilfe schafft das interdisziplinäre Verbundprojekt „Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Räume in Deutschland“ (ZukunftGeflüchtete) mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Chemnitz, der Universität Hildesheim, der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und dem Thünen-Institut. Das Projektteam traf sich am 7. März 2018 zum Projektauftakt in Braunschweig.

 

Das durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft für drei Jahre geförderte und durch das Thünen-Institut für Ländliche Räume koordinierte Forschungsprojekt untersucht die Herausforderungen ländlicher Gemeinden und Kleinstädte bei der Integration von Geflüchteten. Zentrale Fragen sind, unter welchen Voraussetzungen und wie humanitäres Engagement und ländliche Entwicklung erfolgreich verbunden werden können, und wie dies von Politik und Zivilgesellschaft positiv beeinflusst werden kann.

 

 

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Projektes „Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands“ (© Thünen-Institut/Heidrun Fornahl)
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Fotos: Andreas Bormann, Thünen-Institut/Heinrich Becker