Die vier Projektteams vom Thünen-Institut für Ländliche Räume in Braunschweig, der Friedrich-Alexander Universität Erlangen Nürnberg, der Universität Hildesheim und der Technischen Universität Chemnitz berichten in diesem Projekttagebuch von ihrer Forschung in ländlichen Regionen der vier Bundesländer Bayern, Hessen, Niedersachsen sowie Sachsen und geben hier Einblicke in ihre laufende Projektarbeit.

++13. und 14.02.2019++ Start der Untersuchungen in Hessen

Wir, die Forscher*innen der Universität Hildesheim, sind die ersten zwei Tage der Erhebungsphase im Landkreis Waldeck-Frankenberg unterwegs. In Willingen, Allendorf (Eder), Diemelstadt und Bad Wildungen konnten wir erste Gespräche und Interviews mit ehrenamtlichen Akteuren und geflüchteten Personen führen.

Wir freuen uns auf mehr!

++07.02.2019++ Start der empirischen Phase in Sachsen

Für das sächsische Team stand in den vergangenen Wochen die Auswahl der Kommunen im Mittelpunkt, in denen wir Interviews mit Geflüchteten und Expert*innen durchführen werden. Der Informationsbedarf war hoch, und so besuchten wir alle geplanten acht Kommunen in den Landkreisen Nordsachsen und Bautzen, führten einige Erstgespräche mit den Gemeindevorständen und verschafften uns einen ersten Eindruck von der Struktur der Gemeinden.

Unser Untersuchungsgebiet reicht von Sohland nahe der tschechischen Grenze bis Bad Düben in Nordsachsen - über 180 km, die gerade im Winter nicht immer so leicht zu bewältigen sind. So hatten wir bei unseren Anreisen mit dem ÖPNV schon die Möglichkeit, die Mobilitätsinfrastruktur der Region am eigenen Leib zu testen. Ergebnis: in Teilen ausbaufähig, manchmal überraschend komfortabel. Was gerade ausgebaut wird, sind die Breitbandanschlüsse – das ländliche Sachsen ist auf dem Weg zu „5G an jeder Milchkanne“ und wird damit einen entscheidenden Standortnachteil für Unternehmensansiedlungen und Freiberufler im ländlichen Raum abstellen können.

Bei schönstem sonnigen Winterwetter war das Team der TU Chemnitz Ende Januar noch einmal im Landkreis Bautzen unterwegs, um weitere Kontakte zu knüpfen und Interviews vorzubereiten. Dabei haben wir viele Engagierte – haupt- und ehrenamtlich – getroffen. So haben wir schon einen kleinen Eindruck in die vielen Aktivitäten im Landkreis Bautzen bekommen und werden uns im Laufe des Projektes bestimmt wieder begegnen. Wir freuen uns auf die ersten Interviews Mitte Februar!

++06.02.2019++ Erlanger Forscher führen Gespräche im winterlichen Bayerwald

Bevor die Gespräche mit Vertreter*innen aus Lokalpolitik und Verwaltung im Bayerwald-Landkreis Regen stattfinden konnten, mussten die Erlanger Forscher, hier Tobias Weidinger und Mahmoud Alokla, jeden Morgen zunächst den Kleinbus der Universität von Schnee und Eis befreien.

Während des einwöchigen Aufenthaltes im Januar empfingen die Bürgermeister der Gemeinden Bodenmais, Teisnach und Frauenau die Projektbearbeiter und boten einen Einblick in die Integrationsaktivitäten der Kommunen. In den Nachmittags- und Abendstunden besuchten die Forscher dann anerkannte Flüchtlinge in ihren Privatwohnungen.

In ausführlichen Gesprächen erzählten die Neu-Bayerwäldler über die Ankunft in Deutschland und das Alltagsleben in den Dörfern und Kleinstädten im Landkreis Regen. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließen die „Integrationsbemühungen“ eines Geflüchteten, den bairischen Dialekt zu lernen. Während der Unterhaltung warf er immer wieder eindeutig bairische Wörter ein und zeigte stolz sein Lernmaterial.